II. AH des SV Adler Dellbrück 1922 e.V.

Spiel 11.06.2022

II.AH - SW Köln 3:2 (1:2)

Frömbgen

St. Müller   Mathes      Haarhausen       S. Afzich

Marqua     Zinken (2)

Spielbauer       Reimann     Fragel (1)

M. Gibki


Pickartz




C: St Müller
S: Wienhold

3:2 Sieg gegen den SC Schwarzweiss Köln. Hört sich nüchtern betrachtet  wie ein normales, knappes Fußballergebnis an , das aber viel treffender mit  "unfassbar","sensationell" oder "wahnsinnig" bezeichnet werden kann, will man dem Spielverlauf einigermaßen gerecht werden:.

Die Schwarzweissen legten los wie die Feuerwehr; nicht nur, das der Altersschnitt gut und gerne 10 Jahre unter dem der Adler lag, es tummelten sich auch noch Spieler die aktiv in der Mittelrheinliga oder Bezirksliga kickten.
Jedenfalls konnte einem nach den ersten 15 Minuten schon Angst und Bange werden angesichts des Sturmwirbels des Gegners. Und wäre da nicht Keeper Jörg Frömbgen gewesen, der einigemale buchstäblich weltklasse reagierte, hätte man sich über ein 0:2 oder 0:3 nicht wundern müssen. So blieben die Adler im Spiel und erzielten zur Verblüffung der zahlreichen Kiebitze sogar noch den Führungstreffer durch Andy Fragel in der 19.Minute.
Um so wütender die Reaktion der Gäste: mit geschickten Doppelpässen oder auch nur einem schnellen Dribbling schafften sie es immer wieder vorm Gehäuse der gestressten SVA-Defensive aufzutauchen. So kam es wie es kommen musste: 3 Minuten nach der Führung das 1:1 und 3 Minuten später die mittlerweile hochverdiente Führung für Schwarzweiss. Auch wenn die Heimelf einige kleinere Chancen herausspielen konnte,  zu diesem Zeitpunkt hätte wohl kaum jemand im weiten Arena-Eck einen Pfifferling auf die Adler gegeben. Der Halbzeitpfiff von Uwe Wienhold war dann zunächst eine Erlösung bei schwülheissen Temperaturen.

In zweiten Durchgang ging es dann zunächst weiter wie gehabt. Angriff auf Angriff rollte in Richtung Adler-Kasten doch irgendwie brachten die Blues immer noch ein Bein oder sonstige Körperteile dazwischen. Abwehrchef Michael  Mathes lieferte dabei eine phantastische Vorstellung ab, und konnte mit Übersicht und Zweikampfstärke immer wieder die gegnerischen Bemühungen unterbinden.
Freilich machten sich die Linksrheinischen auch selbst das Leben schwer da immer noch ein Haken oder eine Aktion zu viel gemacht wurde anstatt den schnellen Abschluss zu suchen.
Zum Glück für die Heimelf, die plötzlich läuferisch zulegen konnte, ja als Mannschaft sogar agiler als die langsam ermüdenden Gäste wirkte. Natürlich hatten die immer noch ihre Chancen aber die Dellbrücker nun zusehends selbstbewusster. Wie von Spieler-Trainer Stephan Müller  in der Pause gefordert wurde das Mittelfeld nun deutlich engmaschiger besetzt, die Lücken zwischen Defensive und Offensive besser geschlossen. Auffallend das wirklich jeder Einzelne alles gab, und läuferisch und kämpferisch bis an die Grenzen ging:  so war es immer noch überraschend, wenn auch nicht mehr ganz so verwunderlich, das der überragende Sascha Zinken 10 Minuten vor dem Ende den 2:2 Ausgleichstreffer markierte.
Die Gäste konnten kaum realisieren, das die sicher geglaubten 3 Punkte nun davon zu schwimmen drohten und warfen noch einmal alles nach vorne, doch der Defensivverbund aus 11 Adlern hielt dagegen. Noch 2 Minuten zu spielen. Zinken bekommt die Kugel kurz vor der Mittellinie zugespielt. Geschickte Drehung und sein Gegenspieler hat das Nachsehen. Zinken nimmt Fahrt auf, lässt den zweiten Gegner stehen und zieht mit 3 Abwehrspielern im Rücken unaufhaltsam aufs schwarzweisse Gehäuse zu, doch keiner ist in der Lage ihn auf irgendeine Weise zu stoppen und Zinken schliesst die Aktion mit einem platzierten Schuss ins untere Eck, und einer wirklich phänomenalen Einzelleistung zur nie für möglich gehaltenen 3:2 Führung ab.
Während sich Zuschauer und wohl alle Spieler auf beiden Seiten noch die Augen reiben , setzen die Gäste mit dem Mute der Verzweiflung noch zu einer letzten Aktion an.  Robert Spielbauer unterbindet diese aber mit letzter Kraft und einem Befreiungsschlag Richtung Sonne,  währenddessen Wienhold diese denkwürdige und im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubende Partie unter dem Jubel aller Dellbrücker auf und neben dem Platz, abpfeift.

Kompliment an die Gäste die, obwohl es hier und da hitzige Aktionen gab, am Ende ungläubig, aber fair gratulierten.

(Bericht: R. Haarhausen)

Spiel 04.06.2022

II.AH - Borussia Kalk 7:1 (2:0)

Mathes

St. Müller   Sladek      Marqua       Haarhausen

F. Schellenberg     Heuckeroth (2)

T. Schellenberg (1)       Melone     Gürke

Juchem (1)


Brehm (2)
Fragel (1)
Gratzla


C: Marqua
     Müller
S: Wienhold

Mit dem wohl nominell stärksten Kader der jüngeren AH Historie wurde ein auch in der Höhe verdienter  7:1 Sieg gegen die Borussia aus Kalk eingefahren. Entscheidend sicherlich die eklatante Überlegenheit im Mittelfeld mit Flo und Thomas Schellenberg, Chris Heuckenhof und Mirko Melone. Stephan Juchem war es dann, der nach einer vergebenen Chance, im zweiten Anlauf den Torreigen eröffnete in dem er die Kugel aus kurzer Entfernung überlegt einnetzt. Trotz drückender Überlegenheit und nur sporadischer Kalker Angriffe, wollte nur noch ein Treffer vor der Halbzeit fallen. Dieses mal war es  Heuckeroth nach Vorarbeit von Melone mit einem platzierten Treffer ins rechte untere Eck.

Zur Halbzeit bei schwülheissem Wetter hatte keiner der Beteiligten Sorge, daß heute 3 Punkte eingefahren werden. So ging es dann munter weiter, ohne das die bemitleidenswerten Kalker eine einigermaßen gute Chance herausarbeiten konnten. Das 3:0 und 5:0  durch David Brehm, dazwischen 4:0 durch Andy Fragel, und dann doch noch der Ehrentreffer für die Gäste als sich 3 Adler im Strafraum nicht einig wurden, und sich ein Borusse artig bedankte. Den 7:1 Schlusspunkt setzte dann Thomas Schellenberg.

Bemerkenswert sicherlich das die ganze Mannschaft trotz der Temperaturen über die vollen 80 Minuten Einsatz und Laufbereitschaft zeigte.

(Bericht: R. Haarhausen).

Spiel 27.05.2022

Ü40 Kreispokal

Erstmals seit Jahren nahm die 2. AH wieder an einer Ü 40 Kreismeisterschaft teil.

Es war aber eher eine Ü 50, die den Adler vertrat. Bei sonnigem Wetter auf der Platzanlage in Flittard war leider schon nach zwei Spielen der Traum von der nächsten Runde beendet. Gegen die Traditionself von Bayer 04 Leverkusen gab es dennoch ein achtbares 0:2, wobei Keeper Robert Spielbauer mit starken Paraden eine höhere Niederlage verhinderte.
Auch gegen Borussia Hohenlind waren die Adler chancenlos  und verloren 0:3.

Beide Gegner trafen übrigens im Endspiel aufeinander, dass Bayer Leverkusen im 9-Meter-Schießen gewann.

Dennoch hat das kurze Intermezzo allen Beteiligten Spaß gemacht.

Kader: Spielbauer (Tor), Bäcker, Ebert, Stefan Meyer, Juchem, Fragel, St. Müller, Luongo, Pickartz.

Spiel 21.05.2022

FC Kleen Eck - II.AH 2:2 (0:0)

Frömbgen

St. Müller   Haarhausen (1)      Sladek       Gratzla

Juchem     Zinken

Luongo            T.  Schellenberg            Hoffmann

Fragel


M. Gibki (1)
Pickartz
St. Müller


C: Theissen

Die ernüchternde Bilanz vor dem Spiel:  5 Niederlagen  in den letzten 5 Spielen. da musste einfach etwas geschehen. Coach Detlev Theissen konnte jedoch in der Kabine nicht viel mehr sagen als das, was immer gesagt wird wenn es gegen die Dünnwalder geht: Stürmer genau markieren, nicht herauslocken lassen und Spiel breit machen.
Nachdem der Platz noch mühevoll von den Überresten des vorabendlichen Unwetters befreit werden musste, ging es dann los, mit gut und gerne 12 Supporter auf Dellbrücker Seite.

Die Adler hielten sich sehr eng ans vorgegebene Konzept und spielten sich eine leichte Feldüberlegenheit heraus. Vor allem Stephan Juchem, den es sonst immer nach vorne zieht, übernahm konsequent seine Defensivarbeit als echter 6 er.  Bis auf 1, 2 Szenen konnten die beiden gefährlichen Stürmer  des FC im Verbund mit Manuel Sladek, Stephan Müller, Bernhard Gratzla und Rainer Haarhausen  nahezu neutralisiert werden.
Einziges Manko auf Dellbrücker Seite war die fehlende Konsequenz im Abschluss. Viel zu oft wurde versucht durch das wie immer dicht gestaffelte Abwehrzentrum der Heimelf zu spielen. Gerhard Hoffmanns Weitschuss verpuffte ebenso wirkungslos wie der gleiche Versuch von Thomas Schellenberg.
Auf der anderen Seite musste man ein- zweimal tief durchatmen als sich der Sturmführer des Gegners dann doch einmal durchsetzen konnte und für entsprechende Gefahr sorgte.  Eigentlich ein Spiel wie immer: der Adler feldüberlegen, Kleen-Eck mit wenigen, aber hochkarätigen Konterchancen.
So ging es mit einem 0:0 in die Pause in der Coach Theissen keine großen Kritikpunkte benennen konnte und noch einmal vor dem schnellen Umschalten der Gegners  warnte.

Kurz nach Wiederanpfiff die kalte Dusche: Nach einem Eckball wird Haarhausen von seinem Gegner weggesperrt, die Kugel fliegt in den 5m Raum wo ein Dünnwalder freistehend keine Mühe hat zur 1:0 Führung einzuköpfen.
In der Folge dann sogar noch mehr Druck der Gäste: immer wieder schalteten sich Schellenbergr und Zinken in das Offensivspiel ein. Doch auch hier hieß es wieder Endstation am Strafraum. Nach 15 Minuten dann Ecke für Dellbrück. Zinken schlägt das Leder hart und präzise an den 2. Pfosten wo Haarhausen Maß nimmt und die Kugel ebenso wuchtig per Kopf im rechten oberen Winkel unterbringt.
Kurz danach Pfostentreffer für die Adler durch Luongo der mit einer starken Direktabnahme die Führung nur knapp vergibt.. Das hätte es schon sein können. Nebenbei wurde Schellenberg in einer Szene 3x im Strafraum attackiert, der Schiedsrichterpfiff blieb aus.
Dafür hatte der Referee auf der anderen Seite die Trillerpfeife plötzlich  ganz locker sitzen; Juchem erkämpft sich den Ball hart aber fair im Dellbrücker Strafraum,  der Gegner geht  dabei zu Boden. Nie und nimmer ein Elfmeter aber der Mann in Schwarz sah es trotz heftiger Proteste anders und zeigte auf den Punkt. Gegen den Elfmeter war der tadellose Jörg Frömbgen machtlos.
So mussten die Adler wie schon so oft in Dünnwald einem unnötigen Rückstand hinterherlaufen. Eine der letzten Szenen: die Dellbrücker werfen alles nach vorne, Ein Eckball wird abgewehrt, Sladek erkämpft sich die Kugel an der Mittellinie, Doppelpass mit Haarhausen, Pass nach außen auf Juchem, in der Mitte lauert Mike Gibki der die präzise Hereingabe aus kurzer Distanz sicher zum umjubelten Ausgleich einnetzt.  Kurz danach Abpfiff in einem gutklassigen Spiel, wo der Adler, trotz der Beendigung der Niederlagenserie, eher mit einem weinenden Auge nach Hause geht.

(Bericht: R. Haarhausen).

Spiel 02.04.2022

II. AH - SSV Vingst 05 9:0 (5:0)

Frömbgen

Haarhausen (1)   Annas (1)      Theissen       Jakob

Zinken (1)     Juchem (1)

Hoffmann             Brehm (1)            Afzich

Liebschner (4)


Ebert
Mohr
St. Müller


C:
St. Müller

S: Wienhold

Unterhaltsamer Nachmittag, zumindest für Aktive und Zuschauer von Adler Dellbrück. 'Geht raus und habt Spaß' hiess die Devise von Spielertrainer Stephan Müller und die Blauen hielten sich daran: Mit einem hochverdienten 9:0 Kantersieg schickten die Gastgeber gar nicht gastfreundlich den hoffnungslos unterlegenen SSV Vingst nach Hause. Einziges Manko: der Sieg hätte zweistellig ausfallen müssen.

Klingt nach Jammern auf hohem Niveau, aber tatsächlich hätte die Begegnung schon nach 10 Minuten und drei gut herausgespielten Chancen entschieden sein können. So dauerte es dann bis zur 11.Minute zunächst scharf getretene Ecke von Sascha Zinken, die Rainer Haarhausen weder per Kopf noch im Nachschuss unterbringen konnte. Unmittelbar darauf wieder Ecke Zinken, Dieses Mal lauert Haarhausen am langen Pfosten und bringt die Kugel per Direktabnahme im kurzen Eck zum Führungstreffer unter. 4 Minuten später Gastkicker Marvin Liebschner nach schöner Kombination mit Zinken zum 2:0. Der war dann 5 Minuten später an der Reihe nach Zuspiel Liebschner. Das 4:0 dann von Stephan Juchem, der stark von Zinken freigespielt wird, alleine auf den Keeper zuläuft, den geschickt aussteigen lässt und locker einnetzt. Für den 5:0 Halbzeitstand sorgt wieder Liebschner.

Auch in der2. Hälfte kaum Gegenwehr der Gäste. Das 6:0 dann per Elfmeter durch den unermüdlichen David Brehm. Das 7:0 besorgt Liebschner aus kurzer Distanz.  Das zweifelsohne schönste Tor des Tages dann durch Detlef Annas, der einen zu kurz abgewehrten Ball, technisch perfekt mit dem Aussenrist aus gut 20 m in den linken oberen Winkel platziert. Für den 9:0 Endstand sorgte dann, wer sonst, Liebschner.

Starke Vorstellung der Adler, mit einem Sieg der auch in der Höhe vollkommen verdient war. Zudem muss man allen Adlern ein hochkonzentriertes Spiel attestieren, kaum Fehlpässe, und alle Zweikämpfe wurden kompromisslos angenommen. Schade, daß der Dellbrücker Pfosten den tapferen Vingstern nicht einmal den Ehrentreffer zuließ

(Bericht: R. Haarhausen).

Spiel 19.03.2022

II. AH - SV Altenberg 0:1 (0:0)

Spielbauer

St. Müller          Backoff      Selbach       Jakob

Bäcker     Sladek

Gürke             Reimann            Hoffman

Juchem


Kellershoff
Marqua
Pickartz
Theissen

C:
Theissen

S: Wienhold

Nicht gerade denkwürdig, aber doch ein Spiel, das dem ein oder anderen noch einige Zeit im Gedächtnis als sehr ärgerliche Niederlage bleiben wird. 

Zunächst neutralisierten sich beide Mannschaften auf gutem Niveau. Vor allem konnten beide Abwehrreihen überzeugen und ließen kaum eine gefährliche Szene hüben wie drüben zu. Nach 20 Minuten tor - und chancenloser Spielzeit bedarf es schon eines Freistoßes von Thomas Reimann, der aus 18 m jedoch nicht wirklich gefährlich dem Gästekeeper in die Arme fiel.  Die Adler jetzt etwas mehr am Drücker, Halbchance bei einer Hereingabe von Gerhard Hoffmann.
Dann allerdings die Mega-Möglichkeit: in der 35.Minute für die jeder Stürmer nachts um 3 aufstehen würde: : Stephan Juchem läuft sich im 16er frei, die Kugel wird im perfekt vor die Füße gespielt, doch Juchem zögert einen Augenblick zu lange und anstatt aus 9 m direkt abzunehmen setzt er die Kugel ans Bein eines gegnerisches Abwehrspielers.
" Irgendwie hats nicht 100 % gepasst ..." meinte der Mittelfeldmotor hinterher und ärgerte sich wohl selbst am meisten. Das war es aber auch schon an Nennenswertem in der 1. Halbzeit. Erwähnenswert, das die hoch eingeschätzten Bergischen nicht eine einzige Chance initiieren konnten.

Erfreulich, das die Adler wie schon so oft in der 2. Hälfte zulegen konnten. Während die Gäste trotz guter Spielanlage und sicherlich zweikampfstark nur sporadisch  vors Adlergehäuse kommen konnten, sah das bei den Platzherren insgesamt geordneter aus. Doch auch hier trotz einiger Eckbälle, wenige Strafraumszenen.
Dann DIE Szene des Spiels: Chris Kellerhoff wird nach einem mustergültigen Angriff freigespielt und hat aus 18m nur noch Luft zwischen sich und dem Gehäuse. Während der Keeper im Strafraum umherirrt nimmt Kellershoff Maß und setzt die Kugel tatsächlich 3 Meter neben den Kasten. Nicht zu glauben beim technisch so versierten Jugendleiter. Kurz darauf wieder Kellershoff, diesesmal setzt er sich im Strafraum durch,  trifft aber nur das Aussennetz..
So kam es wie es kommen musste - blöder Spruch aber immer wahr - wer vorne vergisst die Tore zu machen kassiert sie hinten...Weitschuss eines Gäste-Stürmers, TW Robert Spielbauer kann die Kugel nicht festhalten und ein nachsetzender Altenberger markiert mit der ersten Gelegenheit das erste und einzige Tor des Tages. Sehr Schade, hätten die Adler doch mindestens einen Punkt , wenn nicht drei verdient gehabt. Kurz darauf kam der tadellos pfeifende Uwe Wienhold seinen Pflichten nach und beendete eine unterhaltsame Partie auf gutem AH Niveau.

(Bericht: R. Haarhausen).

Spiel 05.03.2022

II. AH - BC Efferen 5:2 (4:2)

Frömbgen

Sladek          Annas      Backoff

Marqua (3)     Zinken

Brehm             Gürke            Spielbauer (1)

Juchem (1)          Reimann



Gratzla
Pickartz
Theissen

C:
Theissen

S: Wienhold

Die Heimpartie gegen Hürth-Efferen begann mit einer Schweigeminute für unseren verstorbenen Obmann Jakob Heppekausen, es war noch immer kein Spiel wie jedes andere.

Die Adler-Elf war von Anfang an spielbestimmend und ging schnell mit zwei Treffern in Führung. Zunächst war Juchem zentral mit einem schönen Pass in die Schnittstelle frei gespielt worden, er behielt die Nerven und legte den Ball am Torwart vorbei. Anschließend setzte Spielbauer nach einem gelungenen Angriff über rechts die flach hereingespielte Kugel aus kurzer Distanz unter die Querlatte. Vielleicht war das Ganze etwas zu leicht gegangen, jedenfalls schlichen sich in der Folge ein paar Unkonzentriertheiten ein und die Führung war schnell wieder futsch. Kurios der Anschlusstreffer nach einer undurchsichtigen Szene im Strafraum: Der Ball trudelte, sich dabei um die eigene Achse drehend, direkt nebem dem Pfosten in Zeitlupe über die Linie, Frömbgen hatte die Pille aus dem Auge verloren und die Abwehrspieler schauten wie paralysiert zu. Kurz darauf wurden wurden die Adler bei einem Konter wieder einmal überlaufen, was ihnen mit der Abwehr an diesem Tage eigentlich nicht hätte passieren dürfen. Zwei Tore von Marqua vor der Pause beruhigten die Nerven allerdings schnell wieder.         

In der zweiten Halbzeit sorgte der eingewechselte Superhai dafür, dass hinten nichts mehr anbrannte und vorne hätte der pfeilschnelle Pickartz beinahe zwei Treffer erzielt. Dies erledigte dann der an diesem Tage wieder torhungrige Marqua mit seinem dritten Tor aus leicht abseitsverdächtiger Position. Da in diesem fairen Match ohnehin nur noch eine Minute zu spielen und die Partie bereits entschieden war, protestierten die die Hürther nur noch dezent.

Nach dem Abpfiff gab es einen Kontrast, der größer nicht hätte sein können. Während uns vor zwei Wochen die Todesnachricht von Jakob ereilte, bekam Superhai die Mitteilung, dass er während des Spiels zum vierten Mal Großvater geworden war. Da seine Söhne offenbar ebenfalls nur Jungs produzieren können, wird der Weg zur reinen Familienelf immer kürzer.

(Bericht: B. Gratzla)

Spiel 19.02.2022

FC Kleen Eck - II. AH 4:2 (2:1)

Frömbgen

St. Müller      Reimann      Bäcker      Haarhausen

Marqua (2)     Zinken

Hoffmann             Spielbauer            Gürke

Juchem


Gratzla
Theissen

C:
Theissen

Auch mit etwas Abstand wird von mir niemand an dieser Stelle einen normalen Spielbericht erwarten, zumal ich noch mit in der Kabine saß, als Frank kurz nach Spielende die Nachricht vom völlig unerwarteten Tod Jakobs ereilte. Das Spiel hatte plötzlich jede Bedeutung verloren. Stattdessen erlaube ich mir ein paar ganz persönliche Worte. 

Als ich vor 21 Jahren meinen Weg zur II. AH fand, war Jakob mein erster Ansprechpartner. Der Fußball im Allgemeinen, der SV Adler Dellbrück und die II. AH waren sein Leben, außerhalb von Beruf und Familie natürlich. Er coachte uns damals noch regelmäßig und war immer mit Leib und Seele dabei. Natürlich wollte er, wie wir alle, Erfolg haben, aber der gemeinschaftliche Zusammenhalt war ihm wichtiger. So versuchte er stets, die Einsatzzeiten so zu verteilen, dass jeder zu seinem Recht kam und nie habe ich ein böses Wort von ihm gehört, egal wie groß der Bock war, den ich gerade wieder einmal geschossen hatte.
Später kümmerte er sich um mehr um organisatorische Dinge, das Wasser im Sommer und den legendären heißen Tee mit Rum, manchmal auch umgekehrt, im Winter. Als Edelfan war er jahraus, jahrein mit Günter bei unseren Spielen dabei, lediglich ganz zuletzt machte er sich rar. 
Besonders nahe kamen wir uns in den letzten Jahren bei den Anstrengungen des Vereins um unseren Kunstrasenplatz, als wir in enger Absprache abwechselnd das Sportamt, das Bauamt und andere Beteiligte zu einer zügigeren Bearbeitung unserer Herzensangelegenheit drängten. Dabei bewies Jakob, ansonsten durchaus ein Freund deutlicher Worte, großes diplomatisches Geschick und fand das richtige Mittelmaß, den für die Umsetzung Verantwortlichen auf die Füße zu treten, sie aber dennoch nicht zu verstimmen. 
Jakob wird, jedenfalls für mich, auch in Zukunft in Gedanken weiter mit dabei sein, wenn wir mit der  II. AH noch hoffentlich lange kicken, ob auf dem Turner Kamp oder anderswo.  

Die Chronistenpflicht gebietet es, noch einen Satz zum Spiel zu verlieren. Unsere ü-50 Truppe hatte zuvor eigentlich eine ganz ordentliche Partie abgeliefert, wurde viermal ausgekontert und kam durch zwei von Frank verwandelten Elfmeter zu den eigenen Treffern.

(Bericht: B. Gratzla)

Spiel 22.01.2022

Borussia Kalk - II. AH 2:3 (1:2)

Kerkhoff

St. Müller      F. Studen      Selbach      F. Semmler

Marqua      Zinken (1)

Hoffmann             Reimann            Brehm (2)

Juchem



Haarhausen

C:
Marqua /
Müller

Gelungener Saisonauftakt für die Adler in einem hochklassigen und ebenso spannenden Match. 

Die Heimelf startete gleich mit 4 Spielern aus dem Seniorenbereich, und auch die Adler hatten mit Fabian Studen und Florian Semmler Hilfe aus der Kreisliga B. 
Von Anfang an auf beiden Seiten gutes Spiel über die Außenbahnen, und auch oft mit sehenswerten Kombinationen durch die Zentrale. Die Adler immer einen Tick gefährlicher als die Hausherren, weil Gerhard Hoffmann, Thomas Reimann und der aufgerückte Semmler immer wieder den Ball über Außen in Strafraumnähe bringen konnten. Auf der anderen Seite hielt Fabian Studen die Defensive zusammen und lief immer wieder Räume zu und den Gegner ab.
Nach gut einer Viertelstunde dann die Führung für die Gäste: Hoffmann zieht vom Flügel etwas nach Innen, flankt mit links auf David Brehm, der aus 11m  plaziert ins lange Eck abschließt. Insgesamt verdiente Führung, die jedoch wenige Minuten später egalisiert wurde: Kalk bekommt vom souverän leitenden Schiedsrichter Uwe Wienhold einen Freistoß zugesprochen. Die Kugel wird hoch vor das Dellbrücker Gehäuse geschlagen wo gleich drei Borussen frei gegen Studen und den machtlosen Markus Kerkhoff den Ball per Kopf ins Netz bugsieren. Kurz darauf Riesenchance für Stephan Juchem, doch der immens fleißige  Mittelfeldmotor schliesst eine Direktabnahme aus 14 m deutlich zu hoch ab. Eine weitere Flanke von Hoffmann landet wieder bei Brehm, der jedoch dieses Mal per Kopf am Keeper scheitert.
Kurz vor dem Pausentee dann doch der wiederholte Führungstreffer: Thomas Reimann setzt Sascha Zinken auf der linken Seite in Szene. Der lässt seinen Gegner im Strafraum stehen und lupft das Leder gekonnt zum 2:1 Halbzeitstand ins Netz.

Nach der Pause weiter ein ansehnlicher Kick. Die Kalker machten es den Adlern nun zunehmend leichter, da die Angriffe oft nur mit halbhohen Bällen im Halbfeld endeten oder zu eigensinnig agiert wurde. Dabei machten vor allem Frank Marqua, Zinken und Juchem oft schon im Mittelfeld Schluss mit den Angriffsbemühungen der Hausherren. Trotzdem: in Minute 56 konnte sich doch ein Kalker Stürmer über die rechte Seite durchmogeln und  bringt den Ball mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumkante im langen Eck unter. Die Adler machten weiter ihr Spiel und wurden 6 Minuten vor dem Ende belohnt: Zinken setzt sich wieder stark durch, schickt Brehm halbrechts in den Strafraum, der wie schon beim 1:0 platziert uns sicher ins lange Eck zum umjubelten 3:2 Siegtreffer einnetzt. Die Heimelf war nun nicht mehr in der Lage zurückzuschlagen, sodas am Ende in einem Klasse AH Spiel die, aufgrund der besser organisierten Spielanlage,  richtige Elf den Platz als Sieger verließ.

(Bericht: R. Haarhausen)